Privat

Verbloggt und zugenäht

Ich bin unzufrieden mit der Blogsituation. Anders als gorgmorg liegt es aber nicht an den Ironbloggern, sondern ist der Tatsache geschuldet, dass ich jetzt schon das x-te Mal in Folge Sonntags um 23:00 in die Tasten haue, um noch vor der Deadline einen Post abzusenden. Irgendwie finde ich nicht so richtig einen Blog-Rhythmus der mit meinem Lebensrhythmus harmonisiert.

Mein Anspruch an meine Texte
Wenn ich etwas blogge, dass habe ich den Anspruch an einen gewissen Wert für mich und für euch Lesenden. Im Mindesten sollt ihr mehr über mich erfahren, im Optimalfall etwas über ein Thema, welches mich beschäftigt. Dabei möchte ich Euch Fotos zeigen, Weiterführende Links vorweisen können, der Text soll sich gut lesen lassen und einfach mehr sein als ein Facebook-Post oder ein Tweet.

Aber das braucht seine Zeit, eine Stunde sitze ich im Minimum an so einem Text wie z.B. kürzlich über Fahrradhelme. Eine Stunde, die ich offensichtlich mir oft nicht unter der Woche nehmen mag oder kann.

Ich brauche Hilfe
Aber vielleicht sind hier die Ironblogger nützlich – abseits von der Motivation, doch noch einen Post rauszuhauen: Wann und wie blogge ihr? Schreibt ihr einfach in einem Rutsch runter oder entstehen die Artikel in mehreren Stunden, vielleicht in mehreren Abschnitten? Habt ihr feste Zeiten, zu denen ihr Euch hinsetzt oder klappt es bei Euch von selbst mit dem Bloggen?

Ich glaube nämlich, dass ich gut den ein oder anderen Tipp gebrauchen kann.

3 Kommentare

  1. Ich glaube tatsächlich nicht, dass meine „Blogsituation“ aufgrund der IronBlogger schlechter ist – die Beiträge verfasse ich ja schon selbst 🙂

    Ich finde allerdings, dass die Community mehr interagieren sollte, über Stammtische hinaus.

  2. Ich kenne das Problem, man braucht einfach „Editorial“ Zeit für einen Blogeintrag. Trivialitäten kann man jederzeit per Twitter raushauen, dazu braucht es keinen Blogbeitrag. Aber Gedanken sinnvoll in einen Text fassen, das dauert.

    Ich mache das mittlerweile so, dass ich einen Teil der Ideen jederzeit per Hand oder per Notizapp sammle. Wenn es konkreter wird, dann werden das auch auch schonmal ein paar mehr Zeilen, die ich dann am Ende eigentlich nur noch abschreiben und durchkorrigieren muss. Dazu eignet sich die Zugfahrt oder das Warten irgendwo immer bestens.
    Ich hab gemerkt, dass ich vor allem per Hand deutlich agiler und schneller im Verfassen der Notizen bin, als ich auf dem iPhone oder iPad unterwegs sein könnte.

  3. Hatte den Post hier noch in Pocket geparkt … ich komme eher weniger zum Schreiben, denn zum kommentieren 😉 Themen zum verbloggt werden gibt es bei jedem täglich – garantiert. Es ist nur die Frage, wie wichtig es dem Einzelnen ist, diese Dinge dann auch mitzuteilen. Ich kenne genug Leute, die Twitter lesenderweise lustig fänden (und es lustig finden, wenn ich z.B. beim Fernsehen mal ein paar Tweets zum Besten gebe), sich aber nicht anmelden, weil sie meinen es interessiere niemanden. Das mag ja sein, aber … es ist auch irrelevant. Wer’s nicht lesen will, der liest es halt nicht. Und wenn mich ein Thema interessiert, dann ist es mir egal, ob der Post wohl formuliert ist, oder schnell geschrieben wurde. So lange ich erkenne, dass das nicht „hin gerotzt“ ist, lese ich es trotzdem.

    Twitter nutze ich übrigens höchst ungern für Gedanken, sondern nur für Belanglosigkeiten und Small-Talk. Es macht deutlich mehr Sinn, auch kurze Schnippsel auf der eigenen Seite zu veröffentlichen – da hat man dann unter Kontrolle, wann sie weg kommen. Anteasern kann man die Blogposts bei Twitter doch völlig automatisiert. Kommt auf’s Gleiche raus … nur weiß ich halt nicht, ob Twitter morgen noch da ist.

    Insofern: raus mit den Gedanken. Wenn man zuviel überlegt, vermeidet man vielleicht die ein oder andere Belanglosig- oder Schluderigkeit, läuft aber auch Gefahr *den einen* wichtigen Gedanken irgendwo zu verbuddeln.

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