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DIY: Garmin Forerunner 305 Akkutausch

Als ich mit dem Laufen anfing – also mit dem Sport, nicht mit dem Laufen an sich – habe ich meine Strecken mit dem iPhone protokolliert. Als es mich dann aber bei zwei Hermannsläufen im Stich ließ, da zwischenzeitlich wohl das GPS-Signal verloren ging, habe ich mir eine Garmin GPS Forerunner 305 GPS-Uhr geholt. Diese hat ihren Dienst bisher zuverlässig verrichtet, nach 4 Jahren hat aber der Akku so gelitten, dass die Uhr keine 30 Minuten mehr durchhält. Einen Akku-Austausch sieht Garmin nicht offiziell vor, aber das Netz hatte verschiedene Lösungen für mich.

Neukauf, reparieren lassen oder „Selbst ist der Mann“?
Zum einen hätte ich mir natürlich eine neue GPS-Uhr kaufen können, aber die rund 160 EUR habe ich aktuell nicht im Budget. Man findet im Netz aber auch Anbieter, die die Uhr nach Einsendung mit einem neuen Akku ausstatten. Die Preise liegen meist so um die 50 EUR. Und natürlich findet man Videos, die den handwerklich Begabten eine Anleitung an die Hand geben. Da Lötkolben und Elektro-Werkzeug meinen Haushalt zieren und der Ersatz-Akku mit gut 12 EUR sehr günstig ausfällt, habe ich mich selbst darum gekümmert.

Garmin 305 Akkutausch (1)

Es fängt allerdings schwierig an, denn die zwei Hälften des Uhrgehäuses sind miteinander verklebt. Ein gutes Mittel ist, vorsichtig mit einem flachen Werkzeug, z.B. einem Taschenmesser, um die Klebekante gefahren, die Messerspitze irgendwann in einen Spalt vorstechen kann. Nun wird das Gehäuse vorsichtig aufgehebelt. Anschließend musst noch der alte Akku aus dem Gehäuse gelöst werden, da er am Boden ebenfalls festgeklebt ist.

Garmin 305 Akkutausch (2)

Nun erkennt man, dass der Akku über zwei Kabel mit einer kleinen Platine fest verbunden ist und so bleibt einem nichts anderes übrig, als die Kabel möglichst nah am Akku zu durchtrennen, um so viel Kabel und damit so viel Spielraum wie möglich zu gewinnen. Anschließend werden die Kabel der Platine und die Kabel des neuen Akkus an den Enden abisoliert und miteinander verzwirbelt. Damit dies eine dauerhafte Verbindung eingeht, empfiehlt es sich, die Verbindungsstellen mit dem Lötkolben und etwas Lötzinn zu „verkleben“. Zu guter letzt wurden die offenen Stellen mit Isolierband wieder isoliert (was sonst?) und der Akku im Gehäuseboden mit etwas Klebstoff wieder fixiert.

Zusammenbau
Nun kann die andere Gehäusehälfte wieder verbunden werden. Aber bevor nun das Gehäuse wieder zugeklebt wird, sollte man dringend testen ob die neue Verbindung auch funktioniert, indem die Pulsuhr eingeschaltet wird. Ist das erfolgreich, bleibt nur noch die Verklebung der Gehäuseteile – ein wasserdichter Zwei-Komponenten-Kleber leistet gute Dienste – so wie die Uhr mit Isolierband zu fixieren, bis der Kleber vollständig ausgehärtet ist.

Fazit
Nun funktioniert die Uhr wieder tadellos, die reine StandBy-Zeit liegt locker über 12 Stunden. Damit habe ich für 12 EUR und ein wenig Bastelarbeit wieder einen zuverlässigen Laufpartner am Handgelenk.

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